TECHNOLOGIEWie wir
Form bauen.
Ein glaubwürdiger Kunstfelsen beginnt lange vor seiner Oberfläche.
Mit einem geologischen Vorbild und einer Konstruktion, die komplexe Felsformen beherrschbar macht.
01 / KONZEPT & ENTWURFFels muss man lesen können.
Jeder Fels erzählt seine Entstehungsgeschichte. Schichtung, Brüche, Tektonik und Erosion bestimmen seine Form.
Diese Zusammenhänge bilden die Grundlage unserer Entwürfe. Wir analysieren geologische Vorbilder und übersetzen ihre räumliche Logik in eine konkrete Felsgeometrie – abgestimmt auf Ort, Architektur und Nutzung.
02 / 3D · SCAN · BIMNatur übersetzen.
Was wir am Fels lesen, übersetzen wir in räumliche Geometrie.
Freie Felsformen entwickeln wir dreidimensional. So lassen sich Form, Volumen, Anschlüsse und räumliche Zusammenhänge früh erfassen und auf die spätere Konstruktion abstimmen.
Über BIM-kompatible Schnittstellen lassen sich unsere 3D-Modelle in digitale Planungsprozesse mit Architektur, Fachplanung und ausführenden Partnern integrieren.
3D-Scans nutzen wir, um bestehende Felsformationen und bauliche Situationen räumlich zu erfassen. Die gewonnenen Daten können als Grundlage für Felsrekonstruktion, Planung und Dokumentation dienen.
Die Konstruktion folgt der Form.
03 / KONSTRUKTION
X-Grid-Tragwerk für freie Geometrien (Prinzip)
Komplexe Felsformen brauchen eine Unterkonstruktion, die ihrer Geometrie folgen kann.
Dafür haben wir X-Grid entwickelt: ein dreidimensionales, dreieckig tesselliertes Raster aus geformtem Bewehrungsstahl. Die Dreiecksstruktur schafft Stabilität und lässt sich an freie Felsgeometrien anpassen.
Die geplante Geometrie wird vor Ort von Hand in den Raum übertragen – gebogen, angepasst und zur räumlichen Struktur verbunden.
04 / MATERIAL & MODELLIERUNGJetzt entsteht Fels.
Auf der Konstruktion entsteht die eigentliche Felsoberfläche – aus Spezialbeton und überwiegend von Hand modelliert.
Was im Entwurf als geologische Form angelegt ist, nimmt hier Gestalt an: Brüche, Kanten, Vertiefungen und Übergänge entstehen direkt im Material.
Abformungen oder andere strukturgebende Verfahren können die Modellierung ergänzen. Entscheidend bleibt die Arbeit vor Ort – dort, wo Form, Material und handwerkliche Erfahrung zusammenkommen.
05 / OBERFLÄCHE & COLORATION
Farbe
ist Teil des
Materials.
Coloration darf die Modellierung nicht überdecken. Sie muss ihr folgen.
Farbigkeit und Nuancen entwickeln wir aus dem geologischen Vorbild – bei Rekonstruktionen unmittelbar aus dem Bestand. Wir arbeiten überwiegend mit mineralischen Farbsystemen und ergänzen sie dort, wo es technisch oder gestalterisch sinnvoll ist.
Im Ergebnis soll Farbe nicht als Farbe wahrgenommen werden, sondern als Eigenschaft des Felses.
WEITERDENKENForm ist nicht an ein Verfahren gebunden.
Wir untersuchen, wie sich komplexe Felsgeometrien künftig noch präziser entwickeln und fertigen lassen – von generativen Entwurfsprozessen bis zum 3D-Betondruck.
Nicht mit dem Ziel, Handwerk zu ersetzen. Sondern um dort neue Werkzeuge einzusetzen, wo sie Gestaltung, Planung oder Herstellung sinnvoll erweitern.
PLANUNG & SCHNITTSTELLENJe nach Projekt arbeiten wir mit Architekten, Fachplanern, Bauunternehmen, Garten- und Landschaftsbau sowie weiteren Spezialisten vor Ort zusammen.
Gestaltung und Planung begleiten wir vom ersten Konzept bis in die konstruktive Ausarbeitung. Anschlüsse und Schnittstellen zu angrenzenden Gewerken werden früh abgestimmt; die statische Bemessung erfolgt durch qualifizierte Fachingenieure.